Implantologie
Prächirurgische DiagnostikGeht der funktionelle Einfluss des Zahnes mit seinem Zahnhalteapparat verloren, dann schrumpft der Knochen in diesem Bereich. Wird das Implantat erst nach längerem Zahnverlust gesetzt, so bedarf es einer besonderen Aufmerksamkeit des Zahnarztes. Dabei ist die richtige Position für das Implantat zu finden. Deshalb werden Röntgenaufnahmen vom Knochen gemacht, um festzustellen, wie viel Knochen noch vorhanden ist und wo er sich befindet. In schwierigen Fällen ist dazu eine Aufnahme mit einem Computertomographen (CT) notwendig. Für diese Diagnostik fertigt das Labor Röntgenschablonen an, in denen Markierungen für die gewünschte Implantatposition als Orientierung eingearbeitet sind.
Positionierungshilfen
Positionierungshilfen sind chirurgische Hilfsmittel, um dem Chirurgen die auf dem Modell ermittelten, bestmöglichen Implantatsdurchtrittspunkte in den Mund zu übertragen. Mit Implantatdurchtrittspunkten bezeichnet man die Stelle, an der das Implantat mit seinen späteren Aufbauten aus der Mundschleimhaut heraustritt. Dieser Punkt ist für eine gute Ästhetik bei der prothetischen Versorgung sehr wichtig.
Kronen und Brücken, zementiert / verschraubt
Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Formen der Befestigung von Kronen und Brücken auf Implantaten. Das Zementieren entspricht dem Verfahren, wie bei den natürlichen Zähnen. Eine Alternative stellt die Verschraubung dar. Hier können die Kronen und Brücken jeder Zeit wieder entfernt werden. Das hat zum Beispiel den Vorteil, sollte einmal etwas an der Versorgung beschädigt sein, dass die Krone ohne Zerstörung abgeschraub, repariert und wieder eingeschraubt werden kann. Aus ästhetischen Gesichtspunkten kann eine Verschraubung ebenfalls sinnvoll sein. Im überwiegenden Teil werden heute noch Titanimplantate und –aufbauten verwendet. Diese können das Zahnfleisch dunkel erscheinen lassen. Im Frontzahnbereich ist es daher wünschenswert, dass die zahnfarbene Krone soweit wie möglich unter das Zahnfleisch geht. Dieses kann bei einer zementierten Krone nicht gewährleistet werden, da beim Zementieren immer etwas Zement aus der Klebefuge entweichen kann und eine anschließende Kontrolle, ob aller Zement entfernt ist, nicht gewährleistet werden kann.
Brücken, abnehmbar
Implantatversorgungen müssen noch intensiver gereinigt werden als die eigenen Zähne, da die Knochen unter dem Zahnfleisch bei einem Implantat nicht durch den Zahnhalteapparat geschützt sind, wie der natürliche Zahn. Hier erleichtert eine abnehmbare Brücke die Pflege, da sie wie eine Prothese aus dem Mund herausgenommen werden kann. Sie ist aber wie eine Brücke gestaltet, gaumenfrei und beim Sprechen und Essen absolut fest wie eine Brücke.
Abnehmbarer Zahnersatz
Wenn für eine ausreichende Statik nicht genügend Implantate für eine Brücke gesetzt werden konnten, so besteht immer noch die Möglichkeit über eine geringere Anzahl an Implantaten den Zahnersatz für einen hohen Tragekomfort zu stabilisieren.