Vor der Schwangerschaft

Jetzt ist es sinnvoll, ausstehende Zahnbehandlungen zu erledigen. Vorausgesetzt natürlich, die Schwangerschaft wird von den zukünftigen Eltern geplant.Denn während Schwangerschaft und Stillzeit sind etwaige Zahnprobleme oft unangenehmer, und die nötige Behandlung unter Umständen schmerzhafter, da zum Schutz des ungeborenen Kindes keine Betäubung angewandt werden kann.


Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft und Stillzeit haben keinen Einfluss auf die Bildung von Karies. Das bedeutet: Sind die Zähne der werdenden Mutter gesund und wird die Zahnpflege normal fortgeführt, reicht die Dauer von etwa 1 ½ Jahren in der Regel nicht aus, um neue Löcher entstehen zu lassen.
Das Zahnfleisch allerdings neigt bei werdenden Müttern, aufgrund der veränderten Hormoneinstellung, häufig zu Entzündungen. Eine regelmäßige und sorgfältige Mundhygiene hilft dieser Problematik vorzubeugen.

Sie können als werdende Mutter schon während der Schwangerschaft viel für die bestmögliche Zahnentwicklung ihres Kindes tun, da die Zähne schon früh angelegt werden. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung versorgt das Kind (und natürlich auch Sie selbst) mit den notwendigen Nährstoffen.

Achten Sie auf ausreichende Versorgung mit dem Spurenstoff Fluorid, der für die Zahnentwicklung besonders wichtig ist. Fluoridquellen sind Speisesalz mit Jod und Fluorid oder fluoridreiches Mineralwasser.

Schwangerschaft_Baby_Kleinkind

Säugling und Kleinkind


Wenn Kinder etwa 6 Monate alt sind, erscheinen meist die ersten Milchzähne. Jetzt ist richtige Vorsorge besonders wichtig, damit die Zähnchen gesund bleiben, bis die bleibenden Nachfolger, die Dauerzähne, durchbrechen. Sobald die Milchzähne da sind, müssen sie auch gereinigt werden. Dafür bieten sich Wattestäbchen oder Mullläppchen an.

Muttermilch ist nach wie vor die allerbeste Säuglingsnahrung. Flaschennährmittel sind meist sehr süß, wodurch sich ein Kind unter Umständen schon früh an Süßes gewöhnt. Das kann später eventuell Fettsucht oder Zuckerkrankheit verursachen.

Vom 4. bis 7. Lebensmonat an ist zunehmend eine nichtsüße Zusatzernährung sinnvoll: Karotten- und Kartoffelpüree, Gemüsebrei, Fleisch, Eigelb, Getreide-Milch-Brei etc.
Bietet man Kindern zu den Haupt- und Zwischenmahlzeiten vielseitige, möglichst nicht süße Kost an, so gewöhnen sie sich mit der Zeit an gesunde Ernährung, was für ihr weiteres Leben besonders wertvoll ist.

Entwöhnen Sie Ihr Kind möglichst zeitig von Nuckel und Nuckelflasche (je nach Kind zwischen dem 2. und 4. Geburtstag), denn Dauernuckeln kann zu Schäden an den Milchzähnen sowie zu Fehlstellungen des Kiefers führen.


Kinder (3 bis 12 Jahre)

Bei 2- bis 3-jährigen Kindern brechen die Milcheckzähne und Milchmolaren durch. So erreichen die Kinder ihre volle Kaufähigkeit. Der Schutz dieser Zähne ist entgegen verbreiteter Fehlinformationen äußerst wichtig. Verliert das Kind durch Karies Milchzähne, führt das zu Engständen oder Verlagerungen der bleibenden Zähne. Später muss das dann wieder aufwendig korrigiert werden.

Kinder sollten so früh wie möglich die selbständige Zahnreinigung erlernen. Wenn die Eltern mit gutem Beispiel voran gehen, werden die Kinder ihre Zähne auch säubern wollen - oder es zumindest probieren. Gerade am Anfang sollten die Eltern dabei die richtige Putztechnik genau demonstrieren und gegebenenfalls nachhelfen.

Von Zahnpasta mit Fruchtgeschmack ist generell eher abzuraten, da die Kinder sie häufig verschlucken.

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