Zahnlexikon

Wir haben für Sie alle fachlichen Begriffe aus der Zahnmedizin zusammengetragen, damit Sie sich auf diesem Gebiet informieren und weiterbilden können.

Schlagen Sie hier alle Begrifflichkeiten von A-Z nach!

A

A

Abrasion

Verlust von Zahnhartsubstanz durch mechanische Belastung, hervorgerufen durch in die Mundhöhle eingebrachte Substanzen oder Gegenstände. Hierzu zählen z. B. der Gebrauch von stark abrasiven Zahnpasten und zu harten Zahnbürsten, der zu hohe Anpressdruck beim Zähneputzen und die schlechte Gewohnheit Gegenstände immer wieder an der gleichen Stelle zu benutzen (Kauen auf dem Bleistift). Besonders häufig sind Abrasionen an Eckzähnen und Prämolaren zu beobachten.

Abrasivität

Maß für die Schmirgelwirkung einer Zahnpasta. Die Abrasivität einer Zahnpasta darf nicht zu groß sein, da sonst bei Verwendung gesunde Zahnhartsubstanz abgerieben wird. Besonders kritisch ist die Schmirgelwirkung bei freiliegenden Zahnhälsen bzw. Wurzeloberflächen, da diese Zahnhartsubstanz nicht so hart ist wie der Zahnschmelz.

Abzess

Eiteransammlung aufgrund eines unter Gewebeeinschmelzung fortschreitenden Entzündungsprozesses, die deutlich abgegrenzt im umgebenden Gewebe liegt. Ein Abszess entsteht im Mundbereich meist als Folge einer lange vernachlässigten Infektion des Zahnnervs, die Folge einer nicht behandelten Karies sein kann.

Der akute Abszess zeichnet sich klinisch oft durch eine schmerzhafte Schwellung, die „dicke Backe“ aus. Die vielen unterschiedlichen Abszessformen werden nach ihrer Lage im Körper eingeteilt.

Akute Toxizität

Dosis einer Substanz, die bei einmaliger Applikation gesundheitsschädigend oder sogar tödlich sein kann.

Alveole

(Knochenfach, Zahnfach)

Knöcherne Vertiefung im zahntragenden Teil des Ober- und Unterkieferknochens, in der die Zahnwurzel verankert ist. Mehrwurzelige Zähne weisen unterteilte Alveolen auf.

Almalgam

Legierung des Quecksilbers mit anderen Metallen. In der Zahnmedizin wird Amalgam langjährig als einfach anwendbares Füllungsmaterial bei Zahnschäden durch Karies verwendet. Legierungspartner für Quecksilber sind hier überwiegend die Metalle Silber, Zinn, Kupfer, seltener Zink oder Gold.

Die Verwendung von Amalgam ist wegen einer möglichen gesundheitsgefährdenden Wirkung umstritten. Es gibt jedoch keine gesicherten wissenschaftlichen Beweise für die Schädlichkeit von Amalgam für den Patienten oder das zahnärztliche Team.

Ameloblasten

Schmelzbildende Zellen.

Aminfluorid

Spezielle organische Fluoridverbindung. Aminfluorid mineralisiert und schützt die Zähne besonders wirksam und sorgt so für optimalen Kariesschutz. Durch ihre besondere chemische Struktur reagieren die Aminfluoride als Netzmittel und lagern sich besonders schnell und gut an den Zähnen an. Aminfluoride fördern die Ausbildung einer fluoridhaltigen Deckschicht, die den Zahn vor Säureangriffen schützt und den Zahnschmelz härtet.

Der langkettige Aminteil schützt das lokale Fluoriddepot (Kalziumfluorid-Deckschicht) vor Auswaschung. Aminfluorid reduziert die Oberflächenspannung, so dass der Speichel – und mit ihm das Aminfluorid – auch enge Zahnzwischenräume und Fissuren besser erreicht. Die Zahnzwischenräume sind häufig Ausgangspunkt von Karies und Gingivitis (Zahnfleischentzündung).

Anorganisch

Zum unbelebten Teil der Natur gehörend, ohne Mitwirkung von Lebewesen entstanden.  Chem.: nicht organisch, mineralisch.

Anitbakteriell

Gegen Bakterien wirkend.

Attrition

Verlust von Zahnhartsubstanz durch mechanischen Abrieb der Zähne gegeneinander in physiologischer und pathologischer Funktion. Die Attrition ist physiologisch als Alterserscheinung, pathologisch im Zusammenhang mit übermäßigen physikalischen Belastungen (z. B. Bruxismus, Zähneknirschen) zu betrachten.

B

B

Bakterien

Kugel-, stäbchen- oder schraubenförmige, einzellige Kleinstlebewesen (Mikroorganismen), die keinen Zellkern besitzen. Das genetische Material (DNS = Desoxyribonucleinsäure) ist nicht von einer Kernmembran umschlossen. Viele Bakterien sind für den menschlichen Organismus lebenswichtig und ungefährlich (Darmbakterien). Andere sind pathogen (krankheitserregend) und können dem Menschen schaden (Erreger der Pest, Tuberkulose etc.).

Die Mundhöhle wird von mindestens 5 x 1013 Mikroorganismen besiedelt, bisher wurden ca. 500 verschiedene Arten beschrieben. Für die Kariesentstehung sind die Mutans-Streptokokken verantwortlich mit den Hauptvertretern Streptococcus mutans und Streptococcus sobrinus. In der Mundhöhle lebende Bakterien bilden mit der Zeit fest anhaftende, weiche Beläge (Plaque) auf den Zahnoberflächen.

Bei Zuckerzufuhr (Kohlenhydrate) werden Säuren produziert, die den Zahn schädigen (Karies). Stoffwechselprodukte der Plaquebakterien führen zu Entzündungen des Zahnfleisches.

Bleichen

(Bleaching)

Künstliches Aufhellen der Zähne. Verfärbungen von Zähnen entstehen z. B. durch den Genuss von Rotwein, Nikotin, Kaffee, Tee etc. oder durch die Anwendung von Medikamenten (z. B. eisen- oder nitrathaltige Präparate). Für den Bleichvorgang vitaler, verfärbter Zähne wird der Wirkstoff Carbamidperoxid empfohlen. Durch die Oxidation von Farbpigmenten wird eine Entfärbung erzielt, die Zähne erscheinen heller.

Bonusheft

Zum Nachweis von Zahngesundheitsuntersuchungen geführtes Heft. Das Bonusheft ist als Nachweis von zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen für gesetzlich Versicherte Patienten bestimmt und beim Zahnarzt erhältlich.

Kontrolluntersuchungen sollten generell mindestens zweimal im Jahr durchgeführt werden, jedoch bedarf es nur einer Kontrolluntersuchung pro Jahr für einen Eintrag in das Bonusheft. Kann der gesetzlich Versicherte seine regelmäßigen jährlichen Besuche nachweisen, kann die gesetzliche Krankenkasse einen höheren Zuschuss geben.

Brücke

Festsitzender Zahnersatz, der einen Zahnverlust mit einem Brückenzwischenglied überbrückt. Ein Brückenzwischenglied ist in der Regel mit Zahnkronen verbunden, die wiederum auf den beschliffenen Zahnstümpfen, in der Regel mindestens zwei, aufgesetzt werden.

Bruximus

(Zähneknirschen)

Außergewöhnlich langes und unphysiologisch starkes Belasten von Zähnen gegeneinander, findet in Form von Zähnepressen und Zähneknirschen vor allem nachts statt. Das Zähneknirschen kann zu Schädigungen an Zähnen und Kiefergelenken führen (Attrition). Die Ursachen sind noch nicht genügend geklärt, als Hauptauslöser wird Stress diskutiert.

Bulimie

Übermäßiges Essbedürfnis bei dem das Hungergefühl fehlen kann (phasenhafte übermäßige Nahrungsaufnahme und anschließendem, selbst herbeigeführtem Erbrechen).

C

C

Chlorhexidin

Antiseptikum mit breitem antibakteriellem Wirkungsspektrum, das zur Desinfektion von Haut- und Schleimhäuten eingesetzt wird. Wirkstoff: Chlorhexidindigluconat

Chronische Toxizität

Gesundheitsschädigende Wirkung einer Substanz bei langandauernder Applikation, u. U. in niedriger Dosis. Bei sich im Körper anreichernden Substanzen, z. B. bei Schwermetallen, wird von chronischer Toxizität gesprochen.

D

D

Deckbiss

Gebissanomalie mit steilgestellten, teilweise nach innen gestellten oder auch verlängerten oberen Schneidezähnen. Bei dieser vererbten Gebissanomalie kommt es zur starken Überdeckung der Schneidezähne des Unterkiefers durch die Schneidezähne des Oberkiefers (tiefer Biss). Der Deckbiss ist oft vergesellschaftet mit einer Rücklage des Unterkiefers im Verhältnis zum Oberkiefer.

Demineralisation

hier: Entkalkung des Zahnschmelzes durch Säuren. Bei saurem pH-Wert in der Mundhöhle werden die im Zahnschmelz gebundenen Mineralien herausgelöst – man spricht von Demineralisation. Die regelmäßige Anwendung von fluoridierten Zahnpflegeprodukten hemmt die Demineralisation, fördert die Remineralisation des Zahnschmelzes und schützt somit vor Karies. Ist die Balance zwischen Demineralisation und Remineralisation gestört, entsteht Karies.

Dentalfluorose

Schmelzfluorose (mottling). Weißliche bis gelbliche Verfärbungen des Zahnschmelzes. Die Dentalfluorose beruht auf einer Entwicklungsstörung während der Bildung des Zahnschmelzes. Hohe Fluoridkonzentrationen im Blut während der Schmelzbildungsphase beeinträchtigen die schmelzbildenden Zellen (Ameloblasten), es treten farbliche Veränderungen im Zahnschmelz auf.

Die Zähne werden durch die farbliche Veränderung nicht anfälliger gegenüber Karies, so dass lediglich eine ästhetische Einschränkung wahrzunehmen ist. Die Dentalfluorose ist jedoch aus kosmetischen Gesichtspunkten vor allem im Bereich der Frontzähne unerwünscht. Sie lässt sich durch die Kontrolle der Fluoridaufnahme bis etwa zum 7. Lebensjahr vermeiden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Schmelzbildung der bleibenden Frontzähne abgeschlossen, das Risiko der Entwicklung einer Dentalfluorose  besteht nicht mehr.

Es wird empfohlen, bei allen Fluoridierungsmaßnahmen eine Begleitung durch den Zahnarzt oder Kinderarzt in Anspruch zu nehmen (Fluoridempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde), der seine Empfehlungen dem Alter seiner Patienten anpasst.

Dentalgie

Zahnschmerz. Häufig als Folge von Karies. Starker Schmerz an den Zähnen, der in das benachbarte Gewebe einstrahlt. Ursache ist eine Infektion der Pulpa (Zahnmark). Zahnschmerz ist deshalb so schwer erträglich, weil der Druck, der durch die Entzündung in der Pulpa entsteht, nicht entweichen kann.

Dentin

Zahnbein. Der Hauptanteil des Zahnes besteht aus Dentin. Es umschließt die Pulpa (Zahnmark) und ist im Bereich der Zahnkrone vom Zahnschmelz, im Bereich der Zahnwurzel vom Wurzelzement überzogen. Das Dentin gehört neben dem Zahnschmelz und dem Zement zu den Zahnhartsubstanzen. Die chemische Struktur des Dentins ähnelt dem Aufbau des Zahnschmelzes, enthält aber einen größeren Anteil an organischem Material. Dadurch ist das Dentin weicher und säureempfindlicher als der Zahnschmelz.

Dentition

Zahndurchbruch, Zahnung. Man unterscheidet 1. und 2. Dentition. 1. Dentition: Durchbruch der Milchzähne. 2. Dentition: Durchbruch der bleibenden Zähne.

Depression

Niedergeschlagenheit, traurige Stimmung. Seelische Störung im Sinne einer gedrückten, pessimistischen Stimmungslage mit Hoffungslosigkeit, Angstzuständen, Niedergeschlagenheit, Schwermut. Depressionen  beeinträchtigen wie kaum eine andere Erkrankung in fundamentaler Weise die Lebensqualität, die Erlebnis- und Leistungsfähigkeit.

Desmodont

Wurzelhaut. Das Desmodont besteht aus kollagenen Faserbündeln, die das Wurzelzement des Zahnes mit dem Alveolarknochen verbinden. Es wird auch als Desmodont mit Sharpeyschen Fasern bezeichnet. Es handelt sich um Bindegewebe.

Druckstelle

Schmerzhafte Stelle an der Mundschleimhaut, die z. B. durch eine schlecht sitzende Zahnprothese entstehen kann. Passungenauigkeiten von Zahnprothesen können durch Gewichtsverlust und durch Abbauvorgänge am Kieferknochen verursacht werden. Der Zahnarzt kann durch eine Unterfütterung die Passungenauigkeiten der Prothese meistens beheben.

E

E

Engstand

Der Engstand von Zähnen beruht auf einem Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße und führt zum Platzmangel für einen bis mehrere Zähne im Zahnbogen. Diese häufige Stellungsanomalie (Stellungsunregelmäßigkeit) zeigt sich in Form von gedrehten, dachziegelförmig stehenden oder aus der Zahnreihe verdrängten Zähnen. Aufgrund des Platzmangels können manchmal Zähne gar nicht oder nur teilweise durchbrechen.

Durch den Engstand wird das Zähneputzen oft sehr schwierig, und im Frontzahnbereich stellt er oft ein kosmetisches Problem dar. Aufgrund des erhöhten Kariesrisikos bei den engen, schlecht zugänglichen Stellen in der Mundhöhle kann bei Engstand das Entfernen von Zähnen (aus kosmetischen Gründen in der Regel Backenzähne) sinnvoll sein.

Enamelum

Zahnschmelz. Emailleartiger Überzug der Zahnkrone. Der Zahnschmelz ist aus Schmelzprismen aufgebaut und ist die härteste Substanz in unserem Körper. Der Zahnschmelz besteht zu 98 % aus Hydroxylapatit (Mineral überwiegend aus Kalzium- und Phosphationen), das ihm die extreme Härte verleiht.

Erosion

Verlust von Zahnhartsubstanz durch chemische Prozesse ohne bakterielle Mitwirkung. Hauptursache von Erosionen sind Säuren aus der Nahrung (Soft-Drinks) oder aus dem Magen (häufiges Erbrechen, z. B. bei Essstörungen).

F

F

Färbetabletten

Plaqueindikatoren. Diese Tabletten enthalten den natürlichen und ungefährlichen Farbstoff Erythrosin. Werden die Tabletten zerkaut, färbt sich vorhandene Plaque blau-violett an. Dies ist speziell nach dem Zähneputzen eine sinnvolle Hilfestellung zur Überprüfung und Motivation der Mundhygiene. Färbetabletten sind in der Apotheke erhältlich.

Filament

Fachausdruck für die Kunststoffborste einer Zahnbürste.

Fissuren

Vertiefungen und Furchen auf den Kauflächen von Prämolaren (kleine Backenzähnen) und Molaren (Backenzähne).

Fluor

Chemisches Element, das zu der Gruppe der Halogene gehört. Fluor in Form von Fluorid ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das im menschlichen Körper vorwiegend in den Knochen und in den Zähnen gebunden ist und dem Organismus in ausreichender Menge zugeführt werden sollte (ca. 2-3 mg pro Tag bei Erwachsenen). In der Kariesprophylaxe werden Fluoride (z. B. fluoridhaltige Zahnpasten, Mundspüllösungen, Gelées, Lacke etc.) eingesetzt.

Fluoride

Salze der Fluorwasserstoffsäure. Fluor in Form von Fluorid ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das im menschlichen Körper vorwiegend in den Knochen und in den Zähnen gebunden ist und dem Organismus in ausreichender Menge zugeführt werden sollte (ca. 2-3 mg pro Tag bei Erwachsenen).

Fluoride besitzen in der Kariesprophylaxe verschiedene Wirkungen: Fluoride beschleunigen die Remineralisation von entkalktem Zahnschmelz durch die Ausbildung einer Kalziumfluorid-Deckschicht auf dem Zahnschmelz. Fluoride aus der Deckschicht werden in die Kristallstruktur des Zahnschmelzes eingelagert. Dadurch wird der Zahnschmelz gehärtet und säureresistenter.

Die Ausbildung der Kalziumfluorid-Deckschichtwirkt der Demineralisation des Zahnschmelzes entgegen. Zusätzlich hemmen Fluoride die Säureproduktion von Karies verursachenden Bakterien, indem sie in deren Stoffwechselmechanismus eingreifen. Die kariesprophylaktische Wirksamkeit der Fluoride entfaltet sich vor allem im direkten Kontakt mit dem Zahn durch die lokale Applikation von fluoridhaltigen Mund- und Zahnpflegepräparaten. (Siehe auch Fluoriddepot, Fluoridüberdosierung, Dentalfluorose, Fluoridierung)

Fluoridüberdosierung

Es wird zwischen akuter und chronischer Toxizität unterschieden. Wissenschaftler geben die „wahrscheinlich toxische Dosis" (probably toxic dose: PTD), bei der erste akute Vergiftungserscheinungen auftreten können, mit 5 mg Fluorid pro kg Körpergewicht an. Zu den ersten Vergiftungserscheinungen zählen Übelkeit und Erbrechen.

Um die PTD zu erreichen, müsste ein zweijähriger Junge mit einem Körpergewicht von 10,5 kg einmalig 52,5 mg Fluorid verschlucken. Dies entspricht 1,8 Tuben Kinderzahnpasta à 50 ml (500 ppm Fluorid), 0,4 Tuben Erwachsenenzahnpasta à 75 ml (1250 ppm Fluorid) oder 0,2 Tuben hochkonzentriertem Gelée à 25 g (12500 ppm Fluorid). Als chronische Toxizität wird die gesundheitliche Gefährdung, die bei geringer, aber jahrelanger Überdosierung eines Stoffes besteht, bezeichnet. Die Folge einer kontinuierlichen Überdosierung von Fluoriden während der Schmelzbildungsphase ist die Schmelz- oder Dentalfluorose.

Fluoriddepot

Bei der Anwendung von fluoridhaltigen Mund- und Zahnpflegepräparaten (Zahnpasta, Mundspüllösung, Gelée etc.) kommt es zur Ausbildung einer Kalziumfluorid- Deckschicht auf dem Zahnschmelz. Diese Kalziumfluorid-Deckschicht ist je nach Art der eingesetzten Fluorid-Verbindung mehr oder weniger stabil und schützt den Zahn vor Säureangriffen. Durch die Verwendung aminfluoridhaltiger Produkte entsteht eine sehr stabile und gleichmäßige Deckschicht, die dem Zahn über lange Zeit als Fluoriddepot zur Verfügung steht.

Fluoridierung

Aufbringen von wässrigen Fluoridverbindungen auf die Zähne zur Vorbeugung von Karies. Fluoridierung erfolgt z. B. beim täglichen Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta oder im Rahmen der Individualprophylaxe im Anschluss an die professionelle Zahnreinigung in der zahnärztlichen Praxis mit geeigneten Präparaten (Gelée, Touchierlösung, Lack).

Füllung

Künstlicher Ersatz verloren gegangener Zahnhartsubstanz mit entsprechenden Füllungsmaterialien.

G

G

Gazetupfer, getränkter

Gaze ist ein für Verbände verwendetes Baumwollgewebe. Die Gaze kann mit verschiedenen Lösungen (z. B. Tee, spezielle Mundspüllösungen, Chlorhexidin) getränkt werden, um damit den Mund von pflegebedürftigen Patienten auszuwischen bzw. die Mundschleimhaut zu betupfen.

Gebiss

Natürliches Gebiss = Gesamtheit aller Zähne des Ober- und Unterkiefers. (umgangssprachlich: Gebiss = abnehmbarer Zahnersatz)

Gingiva

Zahnfleisch. Umschließt die Zahnhälse und ist mit der Mundschleimhaut verbunden. Das Zahnfleisch ist in gesundem Zustand blasser als die Mundschleimhaut und weiß gestippelt.

Gingivitis

Zahnfleischentzündung. Eine Gingivitis wird durch die Stoffwechselprodukte von Bakterien der Plaque verursacht. Wichtigste Merkmale der Gingivitis sind die Rötung, die Schwellung und die bei mechanischer Reizung (z. B. Zähneputzen) schnell auftretende Blutung. Durch die konsequente Entfernung von Plaque ist eine Gingivitis heilbar. Bei Nichtbehandlung einer Gingivitis kann diese in eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) mit Abbau von Bindegewebe und Knochensubstanz übergehen.

Glossitis

Entzündung der Zunge.

H

H

Haftmittel, Haftcreme

Substanzen, die Zahnprothesen einen besseren Sitz und Halt geben. Haftmittel sollten nur in Absprache mit dem Zahnarzt Anwendung finden, wenn zahnmedizinisch kein zufrieden stellender Halt erreicht werden kann. Haftmittel gibt es in Pulver- oder Pastenform, als Creme oder flüssig.

Halitosis (Foetor ex ore)

Übler Mundgeruch. Mundgeruch entsteht zu etwa 85 % durch Fäulnisprozesse im Mund (bakterieller Abbau von Nahrungsresten) oder Epithelablagerungen, bei schlecht gesäuberten und kariösen Zähnen, schlecht geputztem Zahnersatz oder bei Entzündungen in der Mundhöhle (Gingivitis, Parodontitis).

Herpesinfektion

Durch das Herpes-Simplex-Virus hervorgerufene Erkrankung, u. a. der Lippen. Spürbar wird eine Herpesinfektion durch den Juckreiz im Lippenbereich. Es bilden sich kleine Bläschen, die eine große Anzahl neuer Viren enthalten. Die Bläschen platzen auf und heilen unter Schorfbildung aus. Unter Umständen ist die Infektion im Frühstadium, also sobald geringer Juckreiz spürbar wird, zu bremsen.

Betrifft die Herpesinfektion die Mundschleimhaut, so entsteht die Mundfäule. Sie tritt meistens bei Kindern im Alter von 2-4 Jahren auf. Die Kinder leiden unter schmerzhaft geschwollenem Zahnfleisch, Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl. Die Mundschleimhaut ist übersät mit vielen kleinen Bläschen und Flecken, die dann nach einigen Tagen abheilen.

Hypersensibilität

Überempfindlichkeit eines vitalen Zahnes auf süße, saure, kalte, heiße Reize. Zähne reagieren besonders schmerzhaft, wen n die empfindlichen, weichen Zahnhälse freiliegen. Im Bereich des Zahnhalses ist das Dentin nur von einer dünnen Schicht Zement geschützt. Durch Anwendung einer falschen Putztechnik (Schrubben), durch die Verwendung einer Zahnbürste mit harten Filamenten und einer stark abrasiven Zahnpasta wird diese Schicht Zement rasch weggeputzt, das Dentin wird freigelegt.

Das Dentin ist von vielen feinen Röhrchen, den Dentintubuli, durchzogen. In diese Dentintubuli ragen Fortsätze der Odontoblasten hinein, die für eine Reizweiterleitung verantwortlich sind. Da das Dentin weicher und empfindlicher ist als der Zahnschmelz, besteht bei freiliegenden Zahnhälsen ein großes Risiko für die Entstehung von Wurzelkaries. Zur Reinigung sollte eine Zahnbürste mit weichen Filamenten und eine Zahnpasta mit einem niedrigen Abrasionswert (RDA) verwendet werden.

Wichtig ist der Schutz des freiliegenden Dentins vor Säureangriffen, um die Entstehung von Zahnhalskaries zu verhindern. Daher ist die Verwendung von fluoridierten Zahnpflegeprodukten (Zahnpasta, Mundspüllösung, Gelée) unerlässlich.

I

I

Immunabwehr

Angeborene und erworbene Fähigkeit des Körpers, ein als körperfremd erkanntes Antigen, in der Regel von einem eingedrungenen Krankheitserreger, durch körpereigene Antikörper oder aktivierte Immunzellen zu bekämpfen. Die angeborene Immunität ist relativ unspezifisch. Bei der erworbenen Immunität entwickelt der Körper während der Infektion spezifische Antikörper gegen diesen Erreger und ist so eine bestimmte Zeit, bei einigen Viruserkrankungen auch sehr lange, vor einem erneuten Angriff durch diesen Erreger geschützt.

Immunisierung

Natürliches oder künstliches Herbeiführen einer Immunität durch Kontakt des Organismus mit einem Antigen (Erreger). Eine natürliche Immunität erfolgt durch das Überstehen einer Infektionserkrankung. Bei der künstlichen Immunität unterscheidet man zwischen aktiver und passiver Immunisierung.

Aktive Immunisierung (Schutzimpfung): Dem Körper werden entweder lebende abgeschwächte Erreger, abgetötete Erreger oder abgeschwächte Toxine gespritzt. Dadurch wird der Organismus zur Antikörperproduktion gezwungen. Vorteil: Lang anhaltender Schutz gegen eine Infektion. Aktive Immunisierung wird gegen Pocken, Diphtherie, Typhus etc. durchgeführt.

Passive Immunisierung: Der Erkrankte erhält Antikörper gespritzt, die von einem Tier oder einem Menschen gegen einen bestimmten Erreger gebildet wurden. Vorteil: Sofortige Wirksamkeit. Nachteil: Bei wiederholter Injektion kann es zum anaphylaktischen Schock kommen; nur kurze Dauer des Impfschutzes.

Implantat

Künstliche Zahnwurzel. Implantate werden in zahnlose Kieferabschnitte eingesetzt und müssen dort in der Regel mehrere Monate einheilen. Implantate bestehen aus gewebeverträglichen Titan- oder Keramikverbindungen, die das Einwachsen in den Kiefer ermöglichen. Ist das Implantat fest eingewachsen, kann es mit dem endgültigen künstlichen Zahn (festsitzend oder abnehmbar) versehen werden. Bei einem zahnlosen Kiefer sollten mehrere Implantate eingesetzt werden, um den Zahnersatz ausreichend zu stabilisieren.

Individualprophylaxe

In vielen zahnärztlichen Praxen angebotenes Vorbeugeprogramm zur Mundgesundheit. Zur Individualprophylaxe gehören Instruktion, Motivation und eine professionelle Zahnreinigung mit einer Intensivfluoridierung. Zur Motivation und Instruktion gehören eine Aufklärung über die Erkrankungen in der Mundhöhle, über eine zahnfreundliche Ernährung und die Möglichkeiten einer guten Zahn- und Mundhygiene.

Der Erfolg der Instruktionen zur geeigneten Mundhygiene wird im Rahmen sich regelmäßig wiederholender Prophylaxesitzungen mehrmals überprüft und dokumentiert. Des Weiteren beinhaltet die Individualprophylaxe die professionelle Zahnreinigung, die Intensivfluoridierung der Zähne und die Versiegelung von kariesgefährdeten Fissuren bei Kindern.

Bei Erwachsenen steht neben der Reduktion der Kariesaktivität die Vorbeugung von Zahnfleisch- und Zahnbetterkrankungen im Vordergrund der Individualprophylaxe. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt nur einen Anteil der Kosten für die Individualprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres).

Initialkaries

Initialläsion. Beginnende Karies. Erstes Stadium der Demineralisation des Zahnschmelzes mit kreidiger Verfärbung. Die Oberfläche des Zahnschmelzes ist noch intakt. Eine Initialkaries ist bei guter Mundhygiene und regelmäßiger Fluoridierung rückgängig zu machen.

Initialläsion

Beginnende Karies, Initialkaries. Erstes Stadium der Demineralisation des Zahnschmelzes mit kreidiger Verfärbung. Die Oberfläche des Zahnschmelzes ist noch intakt. Eine Initialläsion ist bei guter Mundhygiene und regelmäßiger Fluoridierung rückgängig zu machen.

Inlay

Einlagefüllung, ein Ersatz für die fehlende Zahnhartsubstanz. Der Zahnarzt präpariert und formt den Zahn ab. Mit Hilfe des aufgrund des Abdruckes hergestellten Modells kann der Zahntechniker das Inlay aus einer Edelmetalllegierung, Keramik oder Kunststoff fertigen. Der Zahnarzt überprüft den Sitz des Inlays im Mund und fixiert dieses dann dauerhaft mit Zement oder Kunststoff.

Intensivfluoridierungsmittel

Hochkonzentrierte Fluoridpräparate wie z. B. Gelée und Lacke. Diese Produkte werden im Rahmen der Individualprophylaxe z. B. während der professionellen Zahnreinigung zur Fluoridierung des Zahnschmelzes verwendet.

Interdentalraum

Zahnzwischenraum. Raum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zähnen der gleichen Zahnreihe. Je nachdem, ob sich die beiden Zähne im Kontaktpunkt berühren oder nicht, ist der Interdentalraum gegen die Kaufläche geschlossen oder offen. Im gesunden Zustand ist der Interdentalraum im unteren Bereich mit Zahnfleisch (Interdentalpapille) ausgefüllt.

irreversibel

Nicht umkehrbar, nicht rückgängig machbar.

J

J

keine Begriffe vorhanden

K

K

Karies

(lat. caries: Fäule)

Demineralisation und Verlust von Zahnhartsubstanz. Karies ist die weltweit am weitesten verbreitete Zahnkrankheit. In jeder Mundhöhle leben Bakterien, die sich von leicht verwertbaren Kohlenhydraten (Zucker) ernähren. Dabei scheiden sie Säuren aus, die den Zahnschmelz angreifen und entkalken (Demineralisation). Als Folge entsteht zuerst unter der intakten Zahnschmelzoberfläche eine entkalkte Stelle (Kreidefleck/ Initialläsion).

Schreitet die Entkalkung fort, so bricht die Schmelzoberfläche ein – ein Loch, Karies – ist entstanden. Karies kann zur vollständigen Zerstörung der Zähne führen. Voraussetzung für die Entstehung von Karies ist Plaque. Drei Bereiche am Zahn werden bevorzugt von Karies befallen: Die gefurchten Kauflächen (Fissuren) der Molaren, der Zahnhals entlang des Zahnfleischsaumes sowie der Interdentalraum.

Karies-Risiko-Test

Untersuchung des Speichels auf Karies verursachende Bakterien (Mutans-Streptokokken, Laktobazillen). kariogen, Kariogenität: Karies auslösend bzw. fördernd, kariesauslösende Wirkung.

kariös

Von Karies befallen.

Karzinom

Bösartige Geschwulst, die von der obersten Zellschicht der Haut, Schleimhaut oder des Drüsengewebes ausgeht und u. a. überall in der Mundhöhle auftreten kann. Die meisten Karzinome der Mundhöhle entstehen am Zungenrand, dem Zungengrund sowie dem Mundboden.

Das Karzinom ist ein aggressiv in die Tiefe wachsender Tumor. Seine Oberfläche kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, so dass sein gesamtes Erscheinungsbild vielfältig ist und manchmal mit einer Prothesendruckstelle verwechselt wird. Die frühzeitige Diagnose ist für die Heilungschancen sehr entscheidend, so dass unbedingt bei Veränderungen an der Mundschleimhaut ein Zahnarzt zu Rate gezogen werden sollte.

Kation: positiv geladenes Ion.

Kavität

Hohlraum, Höhlenbildung, Höhle in einem Gewebe oder Organ. Hier: Defekt in der Zahnhartsubstanz, der durch Karies verursacht bzw. dann durch Präparation des Zahnes durch den Zahnarzt geschaffen worden ist.

Kiefer

Knochen des Gesichtschädels, der den Zahnhalteapparat trägt. Man unterscheidet Unterkiefer (Mandibula, Os mandibulare) und Oberkiefer (Maxilla, Os maxillare).

Knochenfach

Alveole. Knöcherne Vertiefung im zahntragenden Teil des Ober- und Unterkieferknochens, in der die Zahnwurzel verankert ist. Mehrwurzelige Zähne weisen unterteilte Alveolen auf.

Kollagen

Unlösliches, fibrilläres Protein. Kollagen ist als Gerüsteiweiß in Knochen, Knorpel, Zähnen, Sehnen, Gefäßwänden und in der Haut vorhanden.

Krone

Natürliche Zahnkrone: Sichtbarer Teil des Zahnes, der von Zahnschmelz überzogen ist.

Künstlicher Ersatz: Künstliche, hülsenartige Auflage aus Keramik, Kunststoff oder Metall, die die natürliche Zahnkrone ersetzt.

L

L

Legierung

Gemisch aus mehreren Komponenten, wobei eine davon in der Regel ein Metall ist.

Leukoplakien

Weiße, nicht abwischbare, schmerzfreie Veränderungen u. a. im Bereich der Mundschleimhaut. Die Ursache ist eine Verhornungsstörung der Mund- und  Übergangsschleimhäute der Lippen.

lokal

Örtlich, auf bestimmte Körperstellen bezogen.

M

M

Mandibula

Unterkiefer

Maxilla

Oberkiefer

Mikroorganismen

Kleinstlebewesen. Zu den Mikroorganismen gehören Bakterien, Pilze und Viren.

Milchzahn

Zahn des Milchgebisses. Die Entwicklung der Milchzähne beginnt bereits zwischen der 6. und 8. Schwangerschaftswoche. Zwischen dem 6. und dem 8. Lebensmonat des Kindes beginnt der Durchbruch (1. Dentition) der Milchschneidezähne in die Mundhöhle. Der Durchbruch der Milchzähne ist etwa bis zum 30.

Lebensmonat abgeschlossen. Das vollständige Milchgebiss enthält 20 Zähne. Durch den Zahnwechsel (2. Dentition) werden zwischen dem 6. und 14. Lebensjahr die Milchzähne allmählich durch die bleibenden Zähne ersetzt. Die Milchzähne haben somit von Natur aus eine begrenzte Lebensdauer.

Mineralisation

Einlagerung von Mineralstoffen (Kalziumphosphate) in die Zahnhartsubstanz während der Zahnbildung. Die Bildung von Zahnschmelz und Dentin beginnt etwa im 6. Embryonalmonat.

Molaren

Backenzähne. Größte Zähne des menschlichen Gebisses. Sie zeichnen sich durch mehrhöckerige Kauflächen und meist zwei bis drei Wurzeln aus. Der erste bleibende Molar wird auch 6-Jahr-Molar genannt, weil er etwa im Alter von 6 Jahren als erster bleibender Zahn in die Mundhöhle durchbricht. Der dritte Molar wird auch Weisheitszahn genannt.

Munddusche

Mit Hilfe eines Wasserstrahles werden Essensreste von den Zahnoberflächen gespült. Da Plaque mit der Munddusche nicht von den Zahnflächen entfernt wird, ersetzt die Munddusche nicht die Mundhygiene mit Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide.

Mundschleimhaut

Schleimhaut, die die Mundhöhle auskleidet. Die Mundschleimhaut besteht aus verhorntem, mehrschichtigem Epithel. Sie enthält schleimabsondernde Drüsen, die kleinen Speicheldrüsen. Der Speichel bedeckt die Oberfläche der Mundschleimhaut als Film, macht sie gleitfähig und schützt vor Reizen.

Mundspüllösung

Gebrauchsfertige Lösung zum Spülen der Mundhöhle. Die Anwendung einer Mundspüllösung dient zur Unterstützung der täglichen Mundhygiene mit Zahnbürste und Zahnpasta und intensiviert, wenn fluoridhaltig, den Kariesschutz.

Mundtrockenheit

(Xerostomie)

Die Folge von stark reduzierter oder vollständig fehlender Speichelproduktion. Mangelnde Speichelproduktion ist häufig bedingt durch die Einnahme von Medikamenten (orale Antidiabetika, Antidepressiva, Antiallergika, Beta-Blocker, etc.). Durch die Bestrahlung von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich können Teile der Speicheldrüsen zerstört werden, so dass die Speichelproduktion nicht mehr oder nur bedingt möglich ist.

Mundwasser

Mischung von leicht desinfizierenden Substanzen unter Zusatz von geschmackskorrigierenden Mitteln (Öle, Aromen), häufig als Konzentrat. Mundwasserkonzentrate sorgen einzig und allein für einen frischen Atem.

Mykose

Pilzerkrankung. Infektion der Haut oder Schleimhaut (lokal) oder des ganzen Körpers (systemisch) mit einem Pilz. Wird das ökologische Gleichgewicht der Mundhöhle durch Medikamente (Antibiotika, Kortikosteroidpräparate, Zytostatika) oder eine schwere Allgemeinerkrankung (AIDS, Diabetes) gestört, kann sich eine Pilzerkrankung entwickeln.

Meist fällt die Erkrankung durch weißliche, abwischbare Beläge auf. Aber auch glatte, starke Rötungen der Schleimhaut vor allem unter der Prothesenbasis können durch Pilze hervorgerufen werden. In diesem Fall muss die Zahnprothese vom Zahnarzt ersetzt und überarbeitet werden. In schweren Fällen kann die gesamte Mundhöhle betroffen sein. Ein Übergreifen der Infektion auf die Mundwinkel ist möglich, die dann oft zu schmerzhaften Mundwinkelentzündungen führen kann. Bei abwehrgeschwächten Menschen breiten sich die Pilze im ganzen Körper aus und befallen innere Organe (Systemmykosen).

N

N

Neutralisation

Im weitesten Sinne bezeichnet Neutralisation die Überführung eines Systems in den neutralen Zustand. Man spricht z. B. von Neutralisation, wenn die elektrische Ladung eines Körpers ausgeglichen und dieser dadurch „ungeladen“ (d. h. elektrisch neutral) wird.

Am häufigsten wird die Bezeichnung Neutralisation dann verwendet, wenn eine sauer oder basisch reagierende Lösung durch den Zusatz einer entgegengesetzt wirkenden Komponente dazu gebracht wird, weder sauer noch basisch zu reagieren. Im Zusammenhang mit der Mund- und Zahngesundheit spielt der Speichel eine große Rolle, da er eine Neutralisationsfunktion hat. Durch im Speichel vorhandene Puffersubstanzen werden schädliche Säuren in der Mundhöhle neutralisiert, es kann sich wieder ein neutraler pH-Wert (pH 7) einstellen.

O

O

Oberflächenaktivität

Bei manchen Fluoridverbindungen hat auch das Kation eine Bedeutung. So ist der Aminteil der Aminfluoride im Gegensatz zu dem positiv geladenen Teil der anorganischen Fluoride oberflächenaktiv. Dies bedeutet, dass sich das Aminfluorid bei Einbringen in die Mundhöhle zielgerichtet an den oralen Oberflächen (Zähne, Mundschleimhaut) anlagert.

Dadurch wird das kariesprophylaktisch wirksame Fluorid direkt an seinen Zielort (Zahn) transportiert. Diese Eigenschaft besitzen nur die Aminfluoride, nicht aber die in Mund- und Zahnpflegepräparaten auch verwendeten anorganischen Fluorid-Verbindungen.

Odontoblasten

Dentinbildende Zellen

organisch

Einen Organismus oder ein Organ betreffend. Belebt, lebendig, von einem lebenden Organismus gebildet. Chem.: Die Chemie der Kohlenstoffverbindungen.

Odontologie

Zahnheilkunde, Lehre von den Zähnen, Zahnkunde, Gebisskunde. Lehre vom Bau, von der Funktion und von den Krankheiten der Zähne.

Osteoblasten

Knochenbildende Zellen

Osteoklasten

Knochenabbauende Zellen

Osteozyten

Knochenzellen

P

P

Papillen-Blutungs-Index

PBI. Mit dem PBI lässt sich der Verlauf einer Parodontalerkrankung dokumentieren. Zur Beurteilung dient die Reizblutung im Zahnzwischenraum nach vorsichtiger Sondierung des Sulkus (Zahnfleischsaum) im Papillenbereich.

Die Einteilung erfolgt anhand einer Skala von 0 bis 4. Grad:
Grad 0 = keine Blutung
Grad 1 = Auftreten eines Blutungspunktes
Grad 2 = Auftreten mehrerer Blutungspunkte oder eines schmalen Blutbandes
Grad 3 = Ausfüllen des interdentalen Dreiecks mit Blut unmittelbar nach der Sondierung
Grad 4 = starke Blutung nach Sondierung.

Parodontium

Zahnhalteapparat. Die Bestandteile des Zahnhalteapparates sind das Zahnfleisch (Gingiva), das knöcherne Zahnfach (Alveole), die Wurzelhaut (Desmodont) und deren Faserapparat und das Wurzelzement. Über den Faserapparat der Wurzelhaut ist der Zahn elastisch in seinem knöchernen Zahnfach aufgehängt und verleiht dem Zahn eine gewollte Beweglichkeit. Dadurch
wird die Kaukraft und die Krafteinwirkung bei traumatischen Ereignissen federnd abgefangen.

Parodontitis

Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontium). Parodontitis ist immer mit einem Verlust von Bindegewebe und Knochensubstanz verbunden. Wird die Parodontitis nicht zahnärztlich behandelt, so kommt es zur Zahnlockerung und schließlich zum Verlust des betroffenen Zahnes. Die Parodontitis geht einher mit dem Auftreten bestimmter Bakterien.

Im Gegensatz zur Gingivitis sind durch Parodontitis entstandene Schäden am Knochenfach nicht reversibel. Durch professionelle Entfernung der Plaque im subgingivalen und im supragingivalen Bereich, durch regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und sehr gute, konsequente häusliche Mundhygiene kann die Entzündung abklingen und das Fortschreiten des Stützgewebeabbaus verlangsamt bzw. aufgehalten werden.

Parodontopathien

Erkrankungen des Zahnhalteapparates, also von Zahnfleisch, Wurzelhaut, Wurzelzement und Alveolarknochen mit unterschiedlichen Ursachen.

Parodontose

Selten auftretender nicht entzündlicher Rückgang des den Zahn umgebenden Knochens. Der Begriff „Parodontose“ wird häufig fälschlicherweise für Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) verwendet.

pH-Wert

Maß für die Säurestärke einer Lösung (Konzentration an H+-Ionen). Bei einem pH-Wert von 7 ist eine Lösung neutral, bei pH-Wert kleiner als 7 ist sie sauer, bei einem pH-Wert größer als 7 (bis 14) ist die Lösung basisch (alkalisch).

Pilze

Mikroorganismen. Erreger von Mykosen bei Tieren und Menschen.

Plaque

Zäher, weißlicher, weicher Zahnbelag, der sich auf den Zahnoberflächen, vor allem am Zahnfleischsaum und in den Zahnzwischenräumen festsetzt. Plaque besteht zum größten Teil aus Bakterien. In 1 mg nasser Plaque befinden sich ca. 250 Millionen Bakterien. Wird die Plaque nicht regelmäßig von den Zahnoberflächen entfernt, entsteht ein fester Belag (Zahnstein). Folgen von Plaque können Karies, Gingivitis und Parodontitis sein.

Plombe

(lat. plumbum, Blei) Verschluss, Füllstoff. Umgangssprachliche Bezeichnung für die Füllung in einem Zahn.

polieren

Glätten. Zahnoberflächen werden mit verschiedenen Politurinstrumenten und einer Politurpaste geglättet. Plaque kann an glatten Oberflächen weniger gut anhaften.

Präkanzerosen

Gewebeveränderungen oder Erkrankungen, die zur Entwicklung eines malignen Tumors führen können, aber nicht müssen.

Prämolaren

Vordere, kleine Backenzähne. Im bleibenden Gebiss gibt es in jedem Kiefer vier Prämolaren, die zwischen den Eckzähnen und den 6-Jahr-Molaren symmetrisch verteilt sind. Im Milchgebiss gibt es keine Prämolaren.

Professionelle Prothesenreinigung (PPR)

Durch den Zahntechniker durchgeführte Reinigung der Zahnprothesen. Diese sollte mindestens einmal im Jahr erfolgen.

Professionelle Zahnreinigung (PZR)

Rahmen der Individualprophylaxe wird nach der Pflegediagnose ein individuelles Pflegekonzept erarbeitet, geübt und später aufgefrischt. Danach erfolgt die professionelle Zahnreinigung, die vollständige Beseitigung aller sichtbaren und klinisch erreichbaren harten und weichen Zahnbeläge. Mit der PZR werden auch die Beläge von den Zähnen entfernt, die mit der Zahnbürste nicht entfernt werden können, z. B. Zahnstein oder Verfärbungen.

Die PZR wird von einem Zahnarzt/einer Zahnärztin oder von einer speziell ausgebildeten Prophylaxe-Assistentin durchgeführt. Nach der kompletten Entfernung von Zahnstein und Plaque werden die Zahnflächen poliert und die Zahnzwischenräume mit Zahnseide gesäubert. Abschließend erfolgt eine Fluoridierung zur Härtung des Zahnschmelzes und damit zur Kariesprophylaxe.

Prophylaxe

Vorbeugung. Maßnahmen, die der Entstehung von Krankheiten vorbeugen sollen. Im Rahmen der Zahnmedizin dienen diese Maßnahmen dem Schutz und der Gesunderhaltung des Mundes, also der Zähne, des Zahnhalteapparates, der Zunge und der Mundschleimhaut. Hierzu gehören eine gründliche häusliche Mund- und Zahnpflege, eine bewusste, möglichst zuckerfreie Ernährung, die Fluoridierung der Zähne, die Versiegelung der Fissuren der Molaren sowie die regelmäßigen zahnärztlichen Kontrollen und die Teilnahme an den individuellen Prophylaxeprogrammen in der zahnärztlichen Praxis.

Prothese

Abnehmbarer Zahnersatz. Die Total- oder auch Vollprothese wird für zahnlose Kiefer vom Zahnarzt in enger Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker gefertigt. Der Halt der Totalprothese wird über die Haft- und Saugwirkung bei der Lagerung auf der Mundschleimhaut erreicht, wobei der Speichel für die Saugwirkung benötigt wird. Die Teilprothese ersetzt einzelne Zähne in einem Lückengebiss. Der Halt dieser Prothese kann durch sehr unterschiedliche Verbindungselemente (Klammer, Anker, Geschiebe, Steg oder Doppelkrone) erreicht werden.

Ein abnehmbarer Zahnersatz muss zur regelmäßigen Reinigung mindestens einmal am Tag aus dem Mund genommen werden. Zur Reinigung stehen spezielle Zahnprothesenbürsten zur Verfügung. Bei Personen, die dazu nicht in der Lage sind, muss der Zahnersatz vom Pflegenden ein- und ausgegliedert werden. Dabei wird zuerst die obere, dann die untere Prothese aus dem Mund genommen (Einsetzen in umgekehrter Reihenfolge).

Prothesenbürste

Zahnprothesenbürste. Bürste ähnlich einer Zahnbürste, die jedoch ein zusätzliches Bürstenfeld hat, mit dem sich unter sich gehende Gebiete an der Prothesenbasis leicht reinigen lassen. Diese Bürste darf nicht im Mund am Zahn angewendet werden, da die Borsten zu hart sind und die Gingiva (Zahnfleisch)verletzen würden.

Pulpa

Zahnmark. Weiches, gefäß- und nervenreiches Gewebe im Inneren des Zahnes. Die Pulpa ist vom Zahnbein (Dentin) umgeben.

Q

Q

Quecksilber

(lat. Hydrargyrum)

Chemisches Element. Silberglänzendes Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Quecksilber ist ein starkes Zellgift, das sich in inneren Organen ablagert und nur sehr langsam über die Nieren ausgeschieden wird. Die in der Zahlheilkunde verwendete Legierung von Quecksilber mit anderen Metallen wird als Amalgam bezeichnet.

R

R

RDA

(Abk. für engl. Radioactive Dentin Abrasivity)

Maß für die Abrasivität (Schmirgelwirkung) einer Zahnpasta. Der RDA-Wert hängt von der Härte und Größe der einer Zahnpasta beigefügten Abrasivstoffe ab. Je niedriger der RDA-Wert ist, desto schonender ist die Zahnpasta für den Zahnschmelz.

Remineralisation

Wiedereinlagerung von Mineralstoffen in die Zahnhartsubstanz. In der Regel erfolgt durch die im Speichel vorhandenen Mineralstoffe eine Remineralisation des Zahnschmelzes. Regelmäßige Anwendung von fluoridhaltigen Zahnpflegeprodukten fördert die Remineralisation und bewirkt damit einen höheren Kariesschutz.

S

S

Sanierung

Maßnahmen, die zur Wiederherstellung der gesunden Verhältnisse in der Mundhöhle beitragen. Hierzu gehören die Beseitigung aller kariösen Defekte, die Behandlung von Erkrankungen der Pulpa (Zahnmark), der Gingiva (Zahnfleisch) und des Parodontiums (Zahnhalteapparat), die Entfernung nicht erhaltungsfähiger Zähne, der Ersatz fehlender Zähne und professionelle Mundhygienemaßnahmen.


Schleimhaut

(Mucosa)

In der Mundhöhle besteht die Schleimhaut (Mundschleimhaut) aus verhorntem, mehrschichtigem Epithel. Sie enthält schleimabsondernde Drüsen, die kleinen Speicheldrüsen. Der Speichel bedeckt die Oberfläche der Mundschleimhaut als Film, macht sie gleitfähig und schützt vor Reizen.

Sekundärkaries

Kariöser Defekt durch Wiedererkrankung gefüllter oder überkronter Zähne. Sekundärkaries kann an Füllungen mit schlechtem Randschluss entstehen oder wenn kariöses Material vor der Füllung der Kavität nicht vollständig entfernt wurde.

Sensible Zähne

Zähne mit einer gesunden Pulpa sind vitale Zähne, die sensibel auf heiß, kalt, süß oder sauer reagieren können. Reagieren die Zähne dabei schmerzhaft, werden diese als hypersensible Zähne bezeichnet (Hypersensibilität). Die Ursache sind freiliegende Zahnhälse. Im Bereich des Zahnhalses ist das Dentin im gesunden Zustand von einer dünnen Schicht Zement und dem Zahnfleisch oder von Zahnschmelz bedeckt. D

urch die Anwendung einer falschen Putztechnik (Schrubben), durch die Verwendung einer Zahnbürste mit harten Filamenten und einer stark abrasiven Zahnpasta kann der Zahnschmelz oder das Zahnfleisch mit der darunter liegenden Zementschicht weggeputzt und das Dentin freigelegt werden. Das Dentin ist von vielen feinen Röhrchen, den Dentintubuli, durchzogen. In diese Dentintubuli ragen Fortsätze der Odontoblasten hinein, die für eineReizweiterleitung verantwortlich sind. Da das Dentin weicher und empfindlicher ist als der Zahnschmelz, besteht bei freiliegenden Zahnhälsen ein großes Risiko für die Entstehung von Wurzelkaries.

Zur Reinigung sollte eine Zahnbürste mit weichen Filamenten und eine Zahnpasta mit einem niedrigen Abrasionswert (RDA) verwendet werden. Wichtig ist der Schutz des freiliegenden Dentins vor Säureangriffen, um die Entstehung von Zahnhalskaries zu verhindern. Daher ist die Verwendung von fluoridierten Zahnpflegeprodukten (Zahnpasta, Zahnspülung, Gelée) unerlässlich.

Speichel

(lat. Saliva)

Farbloses, geruchloses, viskoses Sekret der großen und kleinen Speicheldrüsen in der Mundhöhle. Neben Wasser enthält Speichel Mineralien (Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphat, Bikarbonat), Enzyme, die die Verdauung von Nahrung einleiten, Proteine, Fette, Glykoproteine u. v .m. Der Speichel besitzt einen neutralen pH-Wert von ca. 6,5-7.

Die wichtigsten Funktionen des Speichels sind das Spülen der Mundhöhle und das Entfernen von Speiseresten, die Neutralisation entstandener Säuren und die Remineralisation des Zahnschmelzes. Alle die Mineralien, die im Zahnschmelz in gebundener Form vorliegen, liegen in gelöster Form im Speichel vor. Der Speichel wird deshalb auch als die flüssige Phase des Zahnes bezeichnet.

Umspült der Speichel die Zähne bei neutralem pH-Wert in der Mundhöhle, so werden die Mineralien aus dem Speichel in den Zahnschmelz eingelagert. Weiterhin dient der Speichel der immunologischen Abwehr, dem Beginn des Stärkeabbaus und der Einspeichelung von Speisen.

Speicheldrüsen

(lat. Glandulae salivales)

Drüsengewebe in der Mundhöhle, die den Speichel produzieren. Neben vielen kleinen Speicheldrüsen, die die Mundschleimhaut bedecken, werden drei große, jeweils paarig angelegte Speicheldrüsen unterschieden: die Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis), die Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) und die Unterzungendrüse (Glandula sublingualis). Die Speicheldrüsen sondern täglich etwa 0,75-1,5 Liter Speichel ab, in der Nacht wird nur ein Bruchteil dessen abgegeben, was tagsüber abgesondert wird. Verschiedene Medikamente reduzieren die Speichelproduktion.

subgingival

Unterhalb vom Zahnfleischsaum gelegen.

Sulkus

(lat. sulcus)

Furche, Rinne. Gingivaler Sulkus bezeichnet die Furche am Zahnhals, die durch die krempenförmige Umfassung des Zahns mit Zahnfleisch entsteht. Im physiologisch gesunden Zustand ist sie nur ca. 0,5 mm tief.

supragingival

Oberhalb vom Zahnfleischsaum gelegen.

Süßstoffe

(Zuckerersatzstoffe)

Süßungsmittel, die keine Kalorien enthalten. Ihre Süßkraft ist bis zu 5000 Mal größer als die des Haushaltszuckers Saccharose. Geläufig sind die Süßstoffe Acesulfam, Aspartam, Cyclamat und Saccharin. Süßstoffe werden häufig mit den sogenannten Zuckeraustauschstoffen verwechselt. Diese sind jedoch kalorienhaltig. Sowohl Zuckerersatzstoffe als auch Zuckeraustauschstoffe besitzen kein oder nur geringes kariogenes Potenzial, da sie von Bakterien nicht zu Säuren umgesetzt werden.

systemisch

Ein Organsystem oder den gesamten Organismus betreffend. Hier: Die Wirkung von Arzneimitteln nach z. B. Aufnahme durch den Mund und Resorption in den Blutkreislauf, im Gegensatz zur lokalen Wirkung am Ort des Auftragens.

T

T

Tablettenfluoridierung

Form der systemischen Fluoridzufuhr. Die Aufnahme der Fluoride erfolgt durch Resorption im Magen-Darm-Trakt und die Verteilung über das Blut.

Toxikologie

Lehre von den Giften und ihren Wirkungen auf den Organismus. Ziel ist das Erkennen, die Verhütung und die Behandlung von Vergiftungen.

Toxizität

Giftigkeit einer Substanz. Die Toxizität variiert sowohl innerhalb einer Art als auch zwischen verschiedenen Spezies und ist von der Dosis der Substanz abhängig. Sie wird immer in Bezug auf das Körpergewicht bzw. die Körperoberfläche angegeben.

Es wird unterschieden zwischen akuter (gesundheitsschädigend bzw. sogar tödlich bei einmaliger Applikation), subakuter (schädlich nach wiederholter Applikation) und chronischer Toxizität (schädlich bei langandauernder Applikation, u. U. in niedriger Dosis). Bei sich im Körper anreichernden Substanzen, z. B. bei Schwermetallen, steht nicht die akute, sondern die chronische Toxizität im Vordergrund.

Trinkwasserfluoridierung

Anreicherung des Trinkwassers mit Fluorid zur Kariesprophylaxe. Die als optimal angesehene Konzentration von 1 mg Fluorid pro Liter Trinkwasser wurde vom amerikanischen Public Health Service als höchst zuverlässiger maximaler Wert festgesetzt. In Deutschland ist die Trinkwasserfluoridierung nicht zugelassen.

Tumor

Schwellung oder Geschwulst im Körper

U

U

Unterfütterung

Mit Hilfe einer Unterfütterung erfolgt eine Anpassung einer passungenauen Prothese an die aktuellen Kieferkammverhältnisse. Solch eine Anpassung sollte einmal im Jahr erfolgen, jedoch besonders wenn Gewichtsabnahmen stattgefunden haben. Die Prothese muss nach Abformung durch den Zahnarzt vom Zahntechniker bearbeitet werden. Dies dauert in der Regel 1-2 Tage.

V

V

Versiegelung

Auftragen eines speziellen Kunststoffes auf die Zähne. Die Versiegelung wird für die Fissuren auf den Kauflächen der Molaren empfohlen und dient der Kariesvorbeugung. Versiegelte Zähne lassen sich leichter reinigen und bleiben länger kariesfrei. Die Versiegelung wird in der zahnärztlichen Praxis durchgeführt.

Virus, Viren

Krankheitserreger, wesentlich kleiner als Bakterien. Parasitäre Lebensform. Viren sind zu ihrer Vermehrung auf die lebende Zelle des Wirtsorganismus angewiesen. Sie bestehen aus Erbgut, das von einer Proteinhülle umgeben ist.

Viruserkrankung

Durch Viren hervorgerufene Erkrankung. Ein großer Teil der Virusinfektionen führt zum Zelltod, der bei Geweben mit Regenerationsfähigkeit (z. B. Schleimhäute der Atemwege) durch Zellteilung regeneriert wird, bei anderen aber auch zu bleibenden Schäden führt (Befall der Nervenendigungen durch Polioviren). Viruserkrankungen können zum Teil durch Schutzimpfungen vorgebeugt werden, ansonsten bieten die stoffwechsellosen Viren kaum Angriffspunkte für Medikamente. In aller Regel muss der Körper mittels seiner Immunabwehr selbst mit der Infektion fertig werden.

W

W

Weisheitszahn

Die hintersten, also dritten Molaren des natürlichen Gebisses. Die Weisheitszähne sind nicht bei jedem Menschen angelegt. Sie brechen zwischen dem 16. und dem 35. Lebensjahr in die Mundhöhle durch, mitunter verbleiben sie auch im Kiefer (Zahnretention). Häufig kommt es wegen Platzmangels im Kiefer zu Komplikationen. Da die Weisheitszähne zum Kauen nicht benötigt werden, können sie bei Problemen entfernt werden. Hierbei empfiehlt es sich, dies so früh wie möglich durchführen zu lassen.

Wurzelkaries

Karies im Wurzelbereich. Die Zahnwurzel ist in gesundem Zustand vom Zahnfleisch bedeckt. Bildet sich das Zahnfleisch zurück (z. B. im Alter oder bei falscher Putztechnik, Verwendung harter Zahnbürsten oder abrasiver Zahnpasten), so wird der Zahnhals freigelegt. Das Dentin im Bereich des Zahnhalses ist nur von einer dünnen Schicht Zement bedeckt, die relativ schnell entfernt werden kann.

Freiliegendes Dentin ist sehr viel säureempfindlicher als Zahnschmelz, daher kann es zu Karies im Wurzelbereich kommen. Wurzelkaries führt häufig zum Verlust des Zahnes. Mundhygiene mit fluoridierten Zahnpflegeprodukten ist wichtig zur Vorbeugung von Wurzelkaries. Wurzelzement (Zement): Bezeichnung für die Zahnhartsubstanz, die die Oberfläche der Zahnwurzel überzieht.

X

X

Xerostomie

(Mundtrockenheit) Die Folge von stark reduzierter oder vollständig fehlender Speichelproduktion. Mangelnde Speichelproduktion ist häufig bedingt durch die Einnahme von Medikamenten (orale Antidiabetika, Antidepressiva, Antiallergika, Beta-Blocker etc.). Durch die Bestrahlung von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich können Teile der Speicheldrüsen zerstört werden, so dass die Speichelproduktion nicht mehr oder nur bedingt möglich ist.

Xylitol

Zuckeraustauschstoff, der Zahnpflegekaugummis zugesetzt wird. Xylitol hemmt das Wachstum von Kariesbakterien und wirkt somit prophylaktisch gegen Karies.

Y

Y

keine Begriffe vorhanden

Z

Z

Zahn, Zähne

(lat. Dens, Dentes)

Zähne gehören zusammen mit den Knochen zum Hartgewebe des menschlichen Körpers. Die Gesamtheit der Zähne bildet das natürliche Gebiss. Im Erwachsenenalter enthält das bleibende Gebiss 28 bis 32 Zähne, je nachdem, ob die Weisheitszähne angelegt sind (8 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 8 Prämolaren und 8-12 Molaren). Das Milchgebiss enthält 20 Milchzähne.

Jeder Zahn besteht aus Zahnkrone, Zahnhals (Übergang zwischen Krone und Wurzel) und Zahnwurzel. Die Wurzelspitzen sind im Bereich des Foramen apicale (Wurzelspitzenloch) geöffnet. Dort führen Blut- und Nervenbahnen in die Zahnhöhle hinein und bilden das Zahnmark (Pulpa), das vom Zahnbein (Dentin) umschlossen ist. Im Kronenteil wird das Zahnbein (Dentin) vom Zahnschmelz überdeckt, der härtesten Substanz unseres Körpers.

Zahnbein

(Dentin)

Der Hauptanteil des Zahnes besteht aus Dentin. Es umschließt die Pulpa und ist im Bereich der Zahnkrone vom Zahnschmelz, im Bereich der Zahnwurzel vom Wurzelzement überzogen. Das Dentin gehört neben dem Zahnschmelz und dem Zement zu den Zahnhartsubstanzen. Die chemische Struktur des Dentins ist ähnlich dem Aufbau des Zahnschmelzes, enthält aber einen größeren Anteil an organischem Material. Dadurch ist das Dentin weicher und säureempfindlicher als der Zahnschmelz.

Zahnbelag

(Plaque)

Zäher, weißlicher, weicher Zahnbelag, der sich auf den Zahnoberflächen, vor allem am Zahnfleischsaum und in den Zahnzwischenräumen festsetzt. Plaque besteht zum größten Teil aus Bakterien. In 1 mg nasser Plaque befinden sich ca. 250 Millionen Bakterien. Wird die Plaque nicht regelmäßig von den Zahnoberflächen entfernt, entsteht ein fester Belag (Zahnstein). Folgen von Plaque können Karies, Gingivitis und Parodontitis sein.

Zahnbett

Parodontium, Zahnhalteapparat. Die Bestandteile des Zahnbetts sind das Zahnfleisch (Gingiva), das knöcherne Zahnfach (Alveole), die Wurzelhaut (Desmodont) und deren Faserapparat und das Wurzelzement. Über den Faserapparat der Wurzelhaut ist der Zahn elastisch in seinem knöchernen Zahnfach aufgehängt und verleiht dem Zahn eine gewollte Beweglichkeit. Dadurch werden die Kaukraft und die Krafteinwirkung bei traumatischen Ereignissen federnd abgefangen.

Zahnbürste

Hilfsmittel zur Reinigung der Zähne, insbesondere zur Entfernung von Speiseresten und Plaque. Die Zahnbürste sollte abgerundete Filamente (Borsten) besitzen und etwa alle 6-8 Wochen ausgewechselt werden. Elektrische Zahnbürsten erleichtern die Reinigung bei eingeschränkter Beweglichkeit der Hände.

Es sollte auf eine ausreichende Putzdauer von 2-3 Minuten 2-3 Mal täglich und auf das Erreichen aller Zahnflächen bzw. des Zahnfleischsaumes geachtet werden. Grundsätzlich sollte vom Zahnfleisch in Richtung zur Zahnkrone geputzt werden, um die Beläge nicht in das Zahnfleisch zu drücken und das Zahnfleisch nicht vom Zahnhals weg zu schieben.

Zahndurchbruch

Dentition, Zahnung. Es wird die 1. und 2. Dentition
unterschieden.
1. Dentition: Durchbruch der Milchzähne.
2. Dentition: Durchbruch der bleibenden Zähne.

Zahnersatz

Künstlicher Ersatz verlorengegangener Zähne oder Zahnhartsubstanz, der dem Erhalt der Kaufunktion, der Sprachbildung und der Ästhetik dient. Der Zahnersatz kann abnehmbar, festsitzend oder eine Kombination beider Möglichkeiten sein.

Beim festsitzenden Zahnersatz wird zwischen Krone (ersetzt verlorengegangene Zahnhartsubstanz, wird am beschliffenen Rest des Zahnes befestigt), Brücke (ersetzt verlorengegangene Zähne, wird an benachbarten Zähnen befestigt) und an Implantaten (ersetzt verlorengegangene ganze Zähne, der künstliche Zahn wird an einer künstlichen, in den Kieferknochen eingesetzten Zahnwurzel, dem eigentlichen Implantat, befestigt) unterschieden.

Beim abnehmbaren Zahnersatz wird zwischen Teilprothesen, die einzelne Zähne in einem Lückengebiss ersetzen, und Vollprothesen (Prothese), die alle Zähne ersetzen, unterschieden. Beim kombinierten Zahnersatz sind Teilelemente an noch vorhandenen Restzähnen befestigt, während der andere Teil abnehmbar ist.

Zahnfach

Alveole. Knöcherne Vertiefung im zahntragenden Teil des Ober- und Unterkieferknochens, in der die Zahnwurzel verankert ist. Mehrwurzelige Zähne weisen unterteilte Alveolen auf.

Zahnfleisch

Gingiva. Umschließt die Zahnhälse und geht in die  Mundschleimhaut über. Das Zahnfleisch ist in gesundem Zustand blasser als die Mundschleimhaut und gestippelt.

Zahnfleischentzündung

Gingivitis. Eine Gingivitis wird in der Regel durch die Stoffwechselprodukte von Bakterien der Plaque verursacht. Wichtigste Merkmale der Gingivitis sind die Rötung, die Schwellung und die bei mechanischer Reizung (z. B. Zähneputzen) schnell auftretende Blutung. Durch die konsequente Entfernung von Plaque ist eine Gingivitis heilbar. Bei Nichtbehandlung einer Gingivitis kann diese in eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) mit Abbau von Bindegewebe und Knochensubstanz übergehen.

Zahnhals

Bereich des Übergangs vom Schmelz der Zahnkrone zum Zement der Zahnwurzel. Der Zahnhals wird im gesunden Zustand vom Zahnfleisch bedeckt.

Zahnhalteapparat

Parodontium, Zahnbett. Die Bestandteile des Zahnhalteapparates sind das Zahnfleisch (Gingiva), das knöcherne Zahnfach (Alveole), die Wurzelhaut (Desmodont) und deren Faserapparat und das Wurzelzement. Über den Faserapparat der Wurzelhaut ist der Zahn elastisch in seinem knöchernen Zahnfach aufgehängt und verleiht dem Zahn eine gewollte Beweglichkeit. Dadurch werden die Kaukraft und die Krafteinwirkung bei traumatischen Ereignissen federnd abgefangen.

Zähneknirschen

Bruxismus. Außergewöhnlich langes und unphysiologisch starkes Belasten von Zähnen gegeneinander. Findet in Form von Zähnepressen und Zähneknirschen vor allem nachts statt. Das Zähneknirschen kann zu Schädigungen an Zähnen (Attrition) und Kiefergelenken führen. Die Ursachen sind noch nicht genügend geklärt, als Hauptauslöser wird Stress diskutiert.

Zahnkrone

Oberhalb der Wurzel liegender Teil des Zahnes, der von Zahnschmelz überzogen ist. Zahnmark (Pulpa): Weiches, gefäß- und nervenreiches Gewebe im Inneren des Zahnes. Die Pulpa ist vom Zahnbein (Dentin) umgeben.

Zahnpasta

Hilfsmittel zur Zahnpflege. Die Zahnpasta steigert den Reinigungseffekt der Zahnbürste, entfernt die Plaque und sorgt über die Fluoridierung für eine Remineralisation und Härtung von Zahnschmelz. Zahnpasta gibt einen frischen Geschmack. Wichtig ist die Verwendung einer fluoridhaltigen Zahnpasta vom ersten Milchzahn an.

Zahnpflegekaugummis

Das Kaugummi-Kauen regt die Speichelproduktion an. Dadurch wird der pH-Wert in der Mundhöhle – z. B. nach dem Essen – schneller neutralisiert. Die im Speichel vorhandenen Mineralien werden in den Zahnschmelz eingelagert. Kaugummi-Kauen ersetzt nicht das Zähneputzen.

Zahnprothese

Abnehmbarer Zahnersatz. Die Total- oder auch Vollprothese wird für zahnlose Kiefer vom Zahnarzt in enger Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker gefertigt. Der Halt der Totalprothese wird über die Haftung Saugwirkung bei der Lagerung auf der Mundschleimhaut erreicht, wobei der Speichel für die Saugwirkung benötigt wird. Die Teilprothese ersetzt einzelne Zähne in einem Lückengebiss.

Der Halt dieser Prothese kann durch sehr unterschiedliche Verbindungselemente (Klammer, Anker, Geschiebe, Steg oder Doppelkrone) erreicht werden. Ein abnehmbarer Zahnersatz muss zur regelmäßigen Reinigung mindestens einmal am Tag aus dem Mund genommen werden. Zur Reinigung stehen spezielle Zahnprothesenbürsten zur Verfügung. Bei Personen, die dazu nicht in der Lage sind, muss der Zahnersatz vom Pflegenden ein- und ausgegliedert werden. Dabei wird zuerst die obere, dann die untere Prothese aus dem Mund genommen (Einsetzen in umgekehrter Reihenfolge).

Zahnprothesenbürste

Prothesenbürste. Eine Bürste ähnlich einer Zahnbürste, die jedoch ein zusätzliches Borstenfeld hat, mit dem sich unter sich gehende Gebiete an der Prothesenbasis leicht reinigen lassen. Diese Bürste darf nicht im Mund am Zahn angewendet werden, da die Borsten zu hart sind und die Gingiva (Zahnfleisch) verletzen würden.

Zahnschmelz

Enamelum. Äußere Substanz der Zahnkrone. Der Zahnschmelz ist aus Schmelzprismen aufgebaut und ist die härteste Substanz in unserem Körper. Der Zahnschmelz besteht zu 98 % aus Hydroxylapatit (Mineral überwiegend aus Kalzium- und Phosphationen), das ihm die extreme Härte verleiht.

Zahnschmerz

Dentalgie. Tritt häufig als Folge von Karies auf. Starker Schmerz an den Zähnen, der in das benachbarte Gewebe einstrahlt. Ursache kann eine Infektion der Pulpa sein. Zahnschmerz ist deshalb so schwer erträglich, weil die durch die Entzündung des Pulpagewebes auftretende Schwellung sich im Zahn nicht ausdehnen kann. Eine Ausdehnung ist aufgrund der Ummantelung mit Zahnhartsubstanz nicht möglich. Im Innenraum des Zahnes entsteht ein hoher Druck, der den Zahnschmerz mit verursacht.

Zahnseide

Hilfsmittel zur Reinigung der Interdentalräume. Zahnseide soll täglich angewendet werden, um die besonders kariesgefährdeten Interdentalräume gründlich zu reinigen.

Zahnstein

Verkalkte Plaque. Durch Einlagerung von Mineralstoffen aus dem Speichel in die Plaque kommt es zur Verkalkung und zur Entstehung von Zahnstein. Er bildet sich verstärkt an den Ausführungsgängen der großen Speicheldrüsen, also an den Innenseiten der Schneidezähne im Unterkiefer und an den Außenseiten der oberen ersten Molaren.

Zahnstein ist mit der Zahnbürste nicht zu entfernen, sondern muss in der zahnärztlichen Praxis mit speziellen Instrumenten mechanisch entfernt werden. Da die Oberfläche des Zahnsteins sehr rau ist, bietet er eine gute Haftungsgrundlage für Bakterien.

Zahnwechsel

Übergang vom Milchgebiss zum bleibenden Gebiss. Der Zahnwechsel findet etwa zwischen dem 6. und 14. Lebensjahr statt.

Zahnwurzel

Teil des Zahnes, der mit Zement überzogen und in der Alveole verankert ist. Es gibt ein-, zwei- und mehrwurzelige Zähne.

Zahnzwischenraum

Interdentalraum. Raum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zähnen der gleichen Zahnreihe. Je nachdem, ob sich die beiden Zähne im Kontaktpunkt berühren oder nicht, ist der Interdentalraum gegen die Kaufläche geschlossen oder offen. Im gesunden Zustand ist der Interdentalraum im unteren Bereich mit Zahnfleisch (Interdentalpapille) ausgefüllt.

Zement

(Wurzelzement)

Bezeichnung für die Zahnhartsubstanz, die die Oberfläche der Zahnwurzel überzieht.

Zuckeraustauschstoffe

Industriell gewonnene Süßungsmittel, die anstelle von Haushaltszucker verwendet werden. Diese Substanzen sind im Gegensatz zu den Süßstoffen kalorienhaltig, besitzen aber kein bzw. nur gering kariogenes Potenzial, da sie von Bakterien nicht in schädliche Säuren umgewandelt werden können. Wichtige Vertreter sind Xylitol, Mannitol, Sorbitol und Fructose.

Zuckerersatzstoffe

Süßstoffe. Süßungsmittel, die keine Kalorien enthalten. Ihre Süßkraft ist bis zu 5000 Mal größer als die des Haushaltszuckers Saccharose. Geläufig sind die Süßstoffe Acesulfam, Aspartam, Cyclamat und Saccharin. Süßstoffe werden häufig mit den so genannten Zuckeraustauschstoffen verwechselt. Diese sind jedoch kalorienhaltig. Sowohl Zuckerersatzstoffe als auch Zuckeraustauschstoffe besitzen kein oder nur geringes kariogenes Potenzial, da sie von Bakterien nicht zu Säuren umgesetzt werden.

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